Firmung 2017

Firmung17Neue Faszination für den Glauben entdeckt

Weihbischof Dominicus spendete sechs jungen Erwachsenen das Sakrament der Firmung - im Rahmen der Hochschulmesse am Sonntag in der Universitäts- und Marktkirche.

 

Die vier Frauen und zwei Männer hatten sich im Jugendhaus Hardehausen auf diesen Tag vorbereitet, nachdem sie sich in ihrer Jugendzeit aus verschiedenen Gründen, aber bewusst, gegen das Sakrament der Firmung entschieden hatten.

„Wir haben in der Vorbereitung gespürt, dass sich die jungen Erwachsenen mit vollem Herzen für die Firmung entschieden haben“, stellte Hans-Bodo Markus (Mentorat) mit großer Freude Weihbischof Dominicus die Firmkandidaten vor. Simone Kornalewski (Gemeindeassistentin der Katholischen Hochschulgemeinde Paderborn), mit Tamara Schroer ebenfalls im Team der Firmkatecheten, ergänzte: „Die Firmlinge haben uns eindrucksvoll Anteil nehmen lassen, was sie am Glauben fasziniert.“

Alegra-Kristin Wölk, André Engfer, Rosanna Götte, Lisa Tietz, Sarah Bauer und Paul Hegel standen nun mit voller Überzeugung vor dem Altarraum der Marktkirche, um das Sakrament der Firmung zum empfangen. In ihrer Jugendzeit konnten sie sich noch nicht für diesen Schritt entscheiden. Unterschiedliche Gründe ließen sie hadern. „Was bringt es mir? Wo komme ich darin vor?“, stellte Weihbischof Dominicus Fragen, die möglicherweise auch die sechs jungen Erwachsenen vor ein paar Jahren bewegt hatten. Auch er habe in seinem Studium ein Semester gebraucht, um sich zu orientieren und um dann den richtigen Weg zu gehen.

Das äußere Zeichen der Firmung ist die Handauflegung, bei der der Bischof die Stirn des Firmlings in der Form eines Kreuzes mit Chrisam-Öl salbt. Dazu spricht der Bischof den Vornamen des Firmlings ergänzt durch die Worte: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." Der Gefirmte nimmt diese Gabe mit dem Wort "Amen" an.

„Hier sind junge Menschen, die Orientierung suchen und finden. Denn mit Eurem Namen verknüpft ihr etwas, und tretet in Beziehung. Mit Eurem Namen nehmt Ihr das mit, was Euch ausmacht“, so Weihbischof Dominicus in seiner Predigt. Zugleich werde durch die Salbung mit dem Chrisam-Öl diese Entscheidung und die Person wertgeschätzt. „Es ist eine Wertschätzung, wenn ich spüre, ich bin so angenommen, wie ich bin. Gott schätzt Sie und macht es deutlich in der Salbung.“

Als drittes Symbol der Firmung drücke das Handreichen den Wunsch nach Frieden aus. „Der große Weltfrieden wie der Frieden mit sich selbst. Nehmen Sie als Botin oder Bote der Freude die Herausforderung an“, munterte Weihbischof Dominicus auf, denn das Schöne am Glauben sei es, nicht allein zu sein.

Paul Hegel: „Ich bin in Kasachstan geboren und dort auch getauft worden. Jetzt habe ich die Firmung nachgeholt und möchte Religionslehrer werden."

Rosanna Götte: „Ich konnte den Glauben vertiefen. Dann habe ich mir die Frage gestellt, was glaube ich überhaupt, und fühle mich mit der Firmung nun vollständig.“

André Engfer „Die Kirche gibt mir Halt und Ruhe. Sie gibt mir ein Gefühl des Ankommens.“

Sarah Bauer: „In Paderborn habe ich den offenen Dialog erlebt in einer offenherzigen Vorbereitung. Es war eine freundliche und zwischenmenschlich hervorragende Atmosphäre.“

Für den musikalischen Rahmen sorgte der ökumenische Studierendenchor unter der Leitung von Alexander Setzer und Leonie Wulf sowie Organist Jan Schumacher. Es konzelebrierten Studentenpfarrer Nils Petrat und Professor Dr. Josef Meyer zu Schlochtern von der Theologischen Fakultät Paderborn.

Bild und Text: Ronald Pfaff (Pressestelle des Erzbistums Paderborn)